#51: Ein paar Zahlen & Fakten zu unserem Alaska-Kanada-Aufenthalt


Wir schliessen unsere fünfte Reiseetappe wieder mit einer kurzen Zusammenfassung zu den wichtigsten Eckdaten ab. 

Reisezeitraum:
26.07.2025 – 11.10.2025

Anzahl Tage:
78 

Start / Ziel:
Fairbanks, Alaska (USA)
Seattle, Washington (USA) 

Fahrzeug:
4x4 Truck Camper von GoNorth

Anzahl Kilometer total / Durchschnittliche Kilometer pro Tag:
10'765 / 138 

Anzahl Übernachtungen total:
77 

Anzahl Hotelübernachtungen:

Anzahl Campingübernachtungen:
73

(an 57 verschiedenen Plätzen, 16x mit Strom, 57x ohne Strom davon 50x Freedom Camping, 6x auf dem Grundstück von Freunden)
Wildes Campen ist sowohl in Alaska wie auch in Nord-/Westkanada an sehr vielen Stellen erlaubt. Noch nie haben wir an so vielen wunderschönen Orten und meist allein übernachtet. Eine Auswahl von unseren Herzensplätzen findest du in diesem Blog.

Auf offiziellen Campingplätzen waren wir meist nur dann, wenn die Batterien des Campers mal wieder voll aufgeladen werden mussten. Anders als in Ozeanien kommt in Nordamerika die Dusche meist noch separat zum Preis für einen Stellplatz dazu. Es ist hier ganz normal, dass man in öffentlichen Bädern oder Fitnesscentern gegen eine kleine Gebühr duschen kann. Auch auf Campingplätzen darf man oftmals als Nicht-Gast gegen Bezahlung die Duschen nutzen.

Tiefsttemperatur:
In einigen Nächten fielen die Temperaturen knapp unter den Gefrierpunkt. Zwei der kältesten Nächte hatten wir auf dem Top of The World Highway (Ende August) und beim Salmon Glacier (Ende September). 

Höchsttemperatur:
Gleich bei unserer Ankunft in Fairbanks herrschten ca. 26°C. Eine mehrwöchige Hitzewelle ging gerade zu Ende (und mit ihr die vielen Waldbrände)…

Durchschnittstemperatur:
Trotz einiger kalter Nächte war es tagsüber meist angenehm. Oft bewegten sich die Temperaturen zwischen 10 und 20 °C.

Wetter:
In Alaska hatten wir praktisch die ganze Zeit über «gutes Wetter», was für uns im Norden «wenig bis keinen Niederschlag» bedeutet. Da wir in der Routenplanung flexibel waren, konnten wir meist mit dem «guten Wetter» reisen.
Mehr dazu kannst du in diesem Blog nachlesen. 
In Kanada war uns das Wetter ebenfalls lange wohlgesinnt und so konnten wir viel Zeit im Yukon Territory verbringen. Irgendwann hatte unsere Glückssträhne jedoch ein Ende und es folgte auf dem Weg vom Yukon bis ins südliche British Columbia eine beinahe zweiwöchige Schlechtwetterphase. 

Preise:
1 CAD entsprach ca. CHF 0.57 respektive 1 USD entsprach ca. CHF 0.80.
Die Preise in Restaurants sind relativ hoch, insbesondere in den USA, wo obendrauf noch ein Trinkgeld von 18-22% erwartet wird und dann schon fast auf CH-Preisniveau liegen. 

Rindshackfleisch: CAD 20.00/kg resp. USD 16.90/kg
Pouletbrust:  CAD 27.5/kg resp. USD 14.30/kg
Milch: CAD 2.99/L resp. USD 2.80/L
Reis: CAD 4.00/kg resp. USD 6.00/kg
Zucchetti: CAD 6.60/kg resp. USD 6.60/kg
Benzin: zw. CAD 1.00/L und 02.00/L (Yukon) resp. USD zw. 0.90/L und 1.20/L
Trinkwasser: gratis, da es praktisch überall Wasserspender und -hähne gibt. Auch in Restaurants ist das Hahnenwasser gratis.

Autofahren:
Nach über einem halben Jahr im Linksverkehr, müssen wir uns wieder an den «normalen» Rechtsverkehr gewöhnen, was jedoch sehr schnell geht. Das Fahren ist sehr entspannt – kaum Verkehr und durchgehend grossartige Aussicht! Was will man mehr? 

Tierbegegnungen:
ca. 60x Orca, 23x Braunbär, 13x Elch, ca. 6x Karibu, ca. 6x Beluga, 3x Polarfuchs, 3x Murmeltier, 3x Biber, 2x Schwarzbär, 2x Bisamratte, 2x Bergziegen, 1x Eule, diverse: Dall-Schafe, Schneehühner, Erdhörnchen, Kanada-Gänse, Weisskopfseeadler, Schneehasen, Schwäne, Falken, Pfeifhasen, Hermelin, Seeotter, Seelöwen, Seehunde, Papageientaucher und weitere Seevögel.

Besonders eindrücklich waren die grosse Anzahl an Orcas, die wir auf einmal beobachten konnten (mehr dazu findest du im Blogeintrag #45: Im Reich der Wale und Seelöwen), sowie die Begegnungen mit «unseren» Bären (siehe dazu Blog #44: Im Reich der Bären). Tierbilder findest du in den Galerien Bären am Crescent Lake, Kenai Fjords National Park, Hyder – Fish Creek, Bären entlang der Strasse und Tiere in Nordamerika 

Beispielhafter Tagesablauf:

Meistens erwachen wir und haben direkt Aussicht auf unberührte Natur. Die Distanzen sind viel kleiner als in Westaustralien und fühlen sich wie einen Klacks an. Wir müssen nicht an einen bestimmten Ort fahren, sondern können nach Lust und Laune (und «mit dem Wetter») fahren und einfach dort stehenbleiben, wo es uns gefällt. Zu Beginn unseres Aufenthalts haben wir fast 20 Stunden Tageslicht, sodass wir die langen Tage schön ausnützen können. Das vorwiegend trockene Wetter in Alaska führt dazu, dass wir fast immer «auf Achse» sind, viel wandern, sehen und erleben. Da eh sehr wenige Leute unterwegs sind und auch keiner Mittagshitze o.ä. ausgewichen werden muss, müssen wir unseren Tag viel weniger planen. Oft entscheiden wir spontan, ob wir noch weiterfahren, eine Wanderung unternehmen oder einfach an einem schönen Ort bleiben. Diese Freiheit macht das Reisen im Norden unglaublich entspannt. 

Unerwartetes:
- lange Zeit über sehr «gutes Wetter»
- kaum Moskitos (die können hier oben sehr lästig sein)
- wenige Touristen (ausser an bestimmten Hot Spots)
- kurzfriste Buchungen für Ausflüge sind problemlos möglich
- eher wenig Tiersichtungen entlang der Strasse (insbesondere auf dem Stewart-Cassiar Highway) 

Zahlreiche Fotos zu Alaska und Kanada findest du in der Galerie. Alle anderen Blogeinträge können hier nachgelesen werden. #41 bis #50 sind Beiträge über Nordamerika.

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#50: Going South mit GoNorth